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Kitaskosten

Grundschulkinder

Was der Hort kostet

Kurz beantwortet

Der Hort betreut Grundschulkinder vor dem Unterricht, nach dem Unterricht und in den Ferien. Seit dem Schuljahr 2026/2027 haben Erstklässler einen Rechtsanspruch auf acht Stunden Betreuung an Werktagen, den Unterricht eingerechnet. Kostenlos wird der Platz dadurch nicht, denn der Anspruch regelt die Zeit und nicht das Geld. Was Eltern zahlen, setzt weiter die Kommune fest, und in den bisher erhobenen Beitragstabellen reicht die Spanne von 12,52 € bis 229,96 € im Monat.

8
Stunden Anspruch an Werktagen

§ 24 Abs. 4 SGB VIII

2026/27
Schuljahr, ab dem der Anspruch gilt

jahrgangsweise wachsend

1
Flächenland ohne Hortbeitrag

Mecklenburg-Vorpommern

Den Ganztagsanspruch hat nur, wer 2026/2027 oder später eingeschult wurde

Er wächst jahrgangsweise mit und erfasst erst im Schuljahr 2029/2030 alle vier Grundschuljahrgänge.

Der Anspruch gilt für Kinder, die im Schuljahr 2026/2027 oder später die erste Klasse besuchen, und dann bis zum Beginn der fünften. Ein Kind, das jetzt schon in der dritten Klasse sitzt, bekommt ihn nicht mehr. Vollständig greift die Regelung erst im Schuljahr 2029/2030, wenn alle vier Grundschuljahrgänge erfasst sind.

Wortlaut: § 24 Abs. 4 Satz 1 und 2 SGB VIII

Ein Kind, das im Schuljahr 2026/2027 oder in den folgenden Schuljahren die erste Klassenstufe besucht, hat ab dem Schuleintritt bis zum Beginn der fünften Klassenstufe einen Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Der Anspruch besteht an Werktagen im Umfang von acht Stunden täglich.
Was das bedeutet: Der Anspruch umfasst acht Stunden am Tag, und der Unterricht zählt mit. Wer von acht bis dreizehn Uhr Schule hat, dem bleiben drei Stunden Betreuung, nicht acht.

Dresden, Leipzig, Chemnitz und Magdeburg staffeln den Hortbeitrag nach täglicher Betreuungszeit

Dresden und Chemnitz veröffentlichen den Anteil an den Betriebskosten, Leipzig und Magdeburg nicht.

In allen 4 Städten hängt der Beitrag an der täglich gebuchten Betreuungszeit. Jede buchbare Stundenzahl ist eine Zeitstufe und trägt ihren eigenen Betrag, und die letzte Spalte zählt, wie viele Stufen eine Stadt anbietet. Dresden und Chemnitz leiten die Beträge aus den Betriebskosten ab. Die Stadt rechnet aus, was ein Hortplatz sie im Jahr kostet, und die Eltern tragen davon den Prozentsatz, der in der Spalte Anteil steht.

StadtAnteilSpanne im MonatZeitstufen
Dresden29 %104,53 € bis 229,96 €7
Leipzignicht veröffentlicht12,52 € bis 75,15 €3
Chemnitz25,24 %48,01 € bis 96,02 €4
Magdeburgnicht veröffentlicht37,00 € bis 55,00 €3
Erstes Kind, Paare. Für Alleinerziehende und das zweite Kind gelten niedrigere Sätze.

Hamburg veröffentlicht je Betreuungszeit nur Mindest- und Höchstsatz

Gestaffelt wird gleichzeitig nach Einkommenshöhe, Familiengröße, Altersgruppe des Kindes und Betreuungsumfang, deshalb steht hinter einem Angebot keine einzelne Zahl.

AngebotMindestensHöchstens
Hort, bis zu zwei Stunden täglich15,00 €77,00 €
Hort, bis zu drei Stunden täglich23,00 €174,00 €
Hort, bis zu fünf Stunden täglich31,00 €207,00 €
Hort, bis zu sieben Stunden täglich36,00 €207,00 €
Aus der Übersicht der Behörde für Schule und Berufsbildung.

Nach oben ist der Beitrag gedeckelt. Für 5 und für 7 Stunden täglich gilt derselbe Höchstsatz von 207,00 €. Wer die längste Betreuung bucht, zahlt im Höchstfall also nicht mehr als bei 5 Stunden.

Nur Mecklenburg-Vorpommern erlässt den Hortbeitrag ganz, Berlin bis zur dritten Klasse

In allen übrigen Ländern setzt die Kommune den Beitrag fest.

Mecklenburg-Vorpommern stellt den Hort seit dem 1. Januar 2020 beitragsfrei, zusammen mit Krippe und Kindergarten. Es ist das einzige Flächenland, das alle drei zugleich freistellt.

Berlin macht einen Schnitt mitten in der Grundschulzeit: Die ergänzende Förderung und Betreuung ist in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 kostenfrei, ab der vierten Klasse wird eine einkommensabhängige Kostenbeteiligung erhoben, und es braucht einen neuen Antrag. Das ist für Berliner Familien der erste Beitragsbescheid seit der Geburt des Kindes.

5 Fragen zum Hort und zum Ganztagsanspruch

Ist der Hort durch den Ganztagsanspruch kostenlos geworden?
Nein, kostenlos wird der Hort durch den Ganztagsanspruch nicht. Der Anspruch aus § 24 Abs. 4 SGB VIII gibt acht Stunden Betreuung an Werktagen, sagt aber nichts über die Kosten. Was Eltern zahlen, regeln weiter Land und Kommune, genau wie bei der Kita.
Für welche Kinder gilt der Ganztagsanspruch?
Der Ganztagsanspruch gilt für Kinder, die im Schuljahr 2026/2027 oder später die erste Klasse besuchen, vom Schuleintritt bis zum Beginn der fünften Klasse. Er wächst jahrgangsweise mit. Im Schuljahr 2026/2027 hat ihn die erste Klasse, im Jahr darauf haben ihn die ersten beiden, und so fort.
Was zählt auf den Ganztagsanspruch von acht Stunden an?
Auf den Ganztagsanspruch zählen der Unterricht selbst und die Angebote der Ganztagsgrundschule, auch die der offenen. In den Schulferien gilt der Anspruch als erfüllt, wenn Angebote der Jugendarbeit bereitstehen. Landesrecht darf zusätzlich eine Schließzeit von bis zu vier Wochen im Jahr regeln.
Wo ist der Hort beitragsfrei?
Beitragsfrei ist der Hort in Mecklenburg-Vorpommern, dem einzigen Flächenland ohne Hortbeitrag. In Berlin ist er in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 kostenfrei, ab der vierten Klasse erhebt das Land eine einkommensabhängige Kostenbeteiligung. In allen übrigen Ländern führt der Hort eine eigene Beitragstabelle.
Warum kostet der Hort weniger als die Kita?
Der Hort kostet weniger als die Kita, weil er weniger Stunden umfasst. Ein Hortplatz deckt die Zeit vor und nach dem Unterricht ab, ein Kita-Platz den ganzen Tag. Bei gleicher Stundenzahl liegen die Beträge näher beieinander, als der Vergleich der Höchstsätze vermuten lässt.